Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Konzerte am dritten Advent

Ganze Pracht der Orgel

Konzert mit heiteren und tiefen Klängen
Von Cornelia Müller
Lübbecke (WB). Ein weiteres Türchen im musikalischen Adventskalender für Lübbecke ist geöffnet. Mehr als 100 Zuhörer haben sich am Sonntag beim Konzert für Chor und Orgel in der St.-Andreas-Kirche auf das Weihnachtsfest einstimmen lassen.
Heinz-Hermann Grube und Professor Helmut Fleinghaus gestalteten gemeinsam mit der Kantorei das Adventskonzert. Foto: Müller

Jedes Jahr gibt die Kantorei in der Vorweihnachtszeit ein größeres Konzert. Oft findet es mit großem Orchester statt, diesmal allerdings wurde der Chor von der Orgel begleitet. Und das hatte einen guten Grund: Die Steinmann-Orgel in der St.-Andreas-Kirche ist in diesem Jahr fünfzig Jahre alt geworden. Am 3. Dezember 1961 erklang darauf zum ersten Mal Musik zur Ehre Gottes.
Zum runden Jubiläum entlockte nun Professor Helmut Fleinghaus, Orgeldozent und Rektor der Hochschule für Kirchenmusik Herford, der Steinmann-Orgel die ganze Pracht und Fülle ihres Klangs. Bachs »Canonische Veränderungen über "Vom Himmel hoch" war wegen des Ideenreichtums und der Vielfalt, mit der Bach das altvertraute Thema variierte, ein perfekter Einstieg.
Denn Vielfalt war das Motto des Konzertes - aber nicht Vielfalt um der Vielfalt willen, sondern als Ausdruck des Gotteslobs, das alle Grenzen und Zeiten überschreite, sagte Heinz Hermann Grube: »Die Hirten haben den Lobgesang der Engel, den sie gehört hatten, auf ihre Weise weitergegeben und von dort ist er um die Welt gegangen und hat unzählige Variationen erfahren bis heute.« Deshalb erklang in diesem Konzert nicht nur Orgelmusik aus drei Ländern und Epochen (von Johann Sebastian Bach, Samuel Wesley und Camille Saint-Saens), sondern auch das gesprochene und gesungene Gotteslob erhielt Raum.
Rezitator Bernd Sölch trug Gedichte von Eduard Mörike und Hilde Domin, Hanns Dieter Hüsch und dem schwedischen Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer vor. Die von Heinz-Hermann Grube geleitete Kantorei brachte geistliche Musik aus vier Jahrhunderten zu Gehör. Besonders beeindruckend waren Kyrie und Gloria aus Dvoraks D-Dur-Messe. Der Tiefe dieses Werks mit der wiederkehrenden Bitte um Gottes Erbarmen war dann wieder John Rutters heiterer »Angels' Choral« an die Seite gestellt - ein Stück, das leicht wie eine Musical-Melodie daherkam. Den Abschluss machten Weihnachtslieder von Franz Liszt und Felix Mendelssohn-Bartholdy. Die Fröhlichkeit von »Heark! The herald angels sing« war dann eine geradezu unwiderstehliche Einladung, in den weihnachtlichen Gesang einzustimmen, der einst mit dem »Ehre sei Gott« der Engel seinen Anfang nahm.
WB Artikel vom 14.12.2011



Wie ein jubilierender Engelschor
Advent mit Kantorei Lübbecke, Organist Prof. Fleinghaus und Rezitator Bernd Sölch in St. Andreas

VON IMME LOREK

Lübbecke. In himmlische Höhen entführte die Kantorei Lübbecke mit ihrem diesjährigen Adventskonzert die Zuhörer in der gut besuchten St. Andreas-Kirche. Von der freudigen Erwartung der Hirten und Könige und dem Jubel der Engel über die Geburt des Heilands zeugten die Chor- und Orgelwerke vom Barock bis zur Moderne.
Chorleiter Heinz-Hermann Grube drückte seine Freude über das Konzert „Chor und Orgel“ anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums der Steinmann-Orgel in der St. Andreas-Kirche aus und konnte den hochkarätigen Organisten Prof. Helmut Fleinghaus, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik in Herford, gewinnen, der dem Instrument prächtige Klänge mit Werken aus drei unterschiedlichen Epochen entlockte.
So trug er neben einigen Canonischen Veränderungen des bekannten Chorals „Vom Himmel hoch“ von Johann Sebastian Bach das hochvirtuose Prélude mit anschließender Fuge von Camille Saint-Saens mit professioneller Brillanz vor.
Die Freude über die Geburt des Gottessohnes wurde neben der Musik durch die schlichte Sprache von Lyrik namhafter Autoren, wie Eduard Mörike, Hilde Domin, Wolf Biermann und Hans Dieter Hüsch verkündet.
Besonders eindrucksvoll rezitierte Bernd Sölch aus Minden Dorothee Sölles Gedicht „Die Heilige Nacht“, in der die Geburt Jesu als eine Art Revolution charakterisiert wird, als ob „Rosen im Schnee blühen“.
Jubel, Lob und Dankbarkeit wurden auf verhaltene oder exaltierte Weise vom Chor von der Empore in das Kirchenschiff gesungen, der damit die Gottesdienstformen des Kyrie und des Gloria fortsetzte.
In Werken bekannter Barockgrößen wie Antonio Vivaldi bis hin zu zeitgenössischen Komponisten zeichnete sich die Kantorei durch Klangvolumen, akkurates, facettenreiches Singen und sichere Einsätze aus. Wie ein jubilierender Engelschor klangen die Sänger in dem volkstümlich anmutenden „Angels' Choral“ des Engländers John Rutter, während sie in der „Christmas Hymn“ von Ralph Vaughan Williams mit ihrem schwebenden Kyrie zu Beginn die geistliche Variante der Weihnachtsmusik repräsentierten.
Die Weihnachtsbotschaft durch Gesang, Wort und Orgelklang hinterließ wohl bei vielen Zuhörern den tiefen Eindruck, dass „Frieden tatsächlich in der Krippe beginnt“ (Heinz-Hermann Grube).
Die Kantorei schloss ihren stimmgewaltigen Vortrag mit einem melodiösen Weihnachtslied von Franz Liszt und Beiträgen von Felix Mendelssohn-Bartholdy, darunter das bekannte „Gott sei Dank durch alle Welt“, und erntete damit reichlich Beifall des begeisterten Publikums.

Adventssingen bei Kerzenschein

Espelkamp-Isenstedt (cbu). In der nur knapp zur Hälfte gefüllten Christuskirche Isenstedt fand ein „Adventssingen bei Kerzenschein“. Mitwirkende waren unter anderem die Mitglieder der Kantorei Christuskirche Woltmershausen, des Kirchenchors Isenstedt und des Montagschors, die Leitung hatte Eberhard van der Bent.
Mit einem sehr alten Lied – „Nun komm der Heiden Heiland“– begann das Adventssingen. Weiter ging es mit einem Kanon, in den Eberhard van der alle Gemeindemitglieder mit einbezog. Nacheinander erst zwei-, dann vier- und schließlich sechsstimmig erschallte das „Ubi sunt gaudia“ von Philip Hayes, dem der Chorleiter mit seiner führenden, klaren und imposanten Bassstimme den volltönenden Ausdruck verlieh.
Nach einigen weiteren kirchlichen Gesangsstücken endete das Adventssingen mit dem Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“, das Eberhard van der Bent vor etwa zehn Jahren eigens komponierte und an diesem Nachmittag gemeinsam mit seiner Familie vortrug. NW 13.12.2011

Gemeinsamer Gesang wärmt die Seele
Adventssingen bei Kerzenschein in der Christuskirche zu Isenstedt bringt auch Zuhörer zum Mitmachen

Von Jan Lücking
Isenstedt (WB). Unter dem Motto »Adventssingen bei Kerzenschein« hat es Kantor Eberhard van der Bent wieder einmal geschafft, gemeinsam mit den gemeinde-eigenen und befreundeten Chören und Musikern ein schönes Hörerlebnis zu bieten. Gut 100 Besucher haben am Sonntag die Gelegenheit genutzt, dieses besondere Konzert in der Christuskirche zu genießen.
Sänger des Kirchenchores Isenstedt-Frotheim, des Montags-Chores sowie Gäste der Kantorei aus Woltmerhausen haben teils gemeinsam mit den Besucher in der Christuskirche musiziert.

In besinnlicher Atmosphäre mit zahlreichen Kerzen ließen die Chorsänger und Musiker weihnachtliche Choräle erklingen. Den Anfang des Konzertes gestaltete Eberhard van der Bent gleich selbst mit dem Orgelchoral »Nun komm, der Heiden Heiland«. Es folgte die Kantate »Wie soll ich dich empfangen«.
Beim Kanon »Ubi sunt gaudia?« animierte der Kantor der Gemeinde Isenstedt-Frotheim die Besucher zum Mitsingen. Er erklärte, dass der Kanon zur Hälfte auf Latein und zu anderen Hälfte auf Deutsch geschrieben sei, weil man zur Lebzeiten Martin Luthers wollte, dass die Menschen die Liedtexte besser verstehen. Van der Bent gelang es, die Besucher erst in zwei, dann in vier und am Ende in sechs Gruppen aufzuteilen und gemeinsam mehrfach diesen kleinen Kanon vielstimmig zu intonieren. Bei den Chorälen »Macht hoch die Tür«, »Mit Ernst, o Menschenkinder« und »Tröstet, tröstet, spricht der Herr« waren ebenfalls wieder die Besucher gefordert. Es wurden jeweils Strophen nur vom Chor oder gemeinsam mit den Besuchern gesungen. So trugen also auch die Besucher selbst etwas zu diesem besinnlichen und weihnachtlichen Konzert in der Vorweihnachtszeit bei.
Kantor Eberhard van der Bent überzeugte mit seiner Bassstimme und am Continuo. Darüber hinaus trugen Solistin Christiane Friedrich (Sopran), Manuela Buchholz (Blockflöte), Carola Wolff (Blockflöte) und Ulrike Baldenius (Violoncello) zum Gelingen dieses Konzertes bei. Der Chor setzte sich aus Mitgliedern des Kirchenchores Isenstedt-Frotheim, des Montags-Chores sowie der Kantorei der Christuskirche Woltmerhausen zusammen. Auch beim Kanon »Nun sei uns willkommen« teilte Kantor Eberhard van der Bent die Gäste wieder in sechs Gruppen und bezog sie erneut in die Musikdarbietung ein. Der adventliche Choral »Die Nacht ist vorgedrungen« bildete einen gelungenen Abschluss für das »Adventssingen bei Kerzenschein«.

WB Artikel vom 13.12.2011

Stimmungsvolle Musik unter dem Adventskranz
Rund 300 Besucher bei Konzert in St. Johannis / Viele Mitwirkende gestalteten ansprechendes Programm

VON JOERN SPREEN-LEDEBUR

Rahden. Bekannte weihnachtliche Weisen erklangen ebenso wie einige etwas weniger geläufige Kompositionen. Hören wollten das viele Menschen: Rund 300 Gäste verfolgten am Sonntag das Adventskonzert der Rahdener Kantorei in St. Johannis (die NW berichtete bereits).
Zum ersten Mal wurde die Kantorei dabei von David Kennedy geleitet. Der in Varl lebende Brite hatte die Leitung des Chores im Sommer übernommen und mit ihm nicht nur Weihnachts-Klassiker wie „Es ist ein Ros entsprungen“ von Michael Praetorius einstudiert, sondern unter anderem auch das irische „Angelus ad virginem“. Das Stück aus dem 14. Jahrhundert berichtet vom Besuch des Engels Gabriel bei Maria.
Mit neuem Schwung präsentierte sich die Kantorei – und gleiches galt auch für die aus der Rahdener „Liedertafel“ und dem Männergesangverein Haldem gebildete Chorgemeinschaft, die von Bernhard Brümmer-Dahmen geleitet wurde.
Eine Bereicherung war das Kammerorchester der Musikschule Espelkamp-Rahden-Stemwede um Leiterin Dorina Feraru, das jahreszeitliche Stücke von Händel und Bach anstimmte und den Besuchern sehr gefiel. Auch für das Orchester war die Beteiligung am Adventskonzert in St. Johannis eine Premiere. Mit dabei waren neben Dorina Feraru auch Jannik Dick, Yara Engeln, Tim Franke, Tilly Kennedy, Laura Meier, Josephine von Rundstedt und Herbert Stockhowe.
Als Solisten trugen Gudrun Straßburg (Blockflöte), Tanja Gresbrand (Trommel) und Hans-Wolfgang Grage (Bass) zum Gelingen des Konzertes bei, das den Besuchern sicherlich noch etwas länger in Erinnerung bleiben dürfte. Für sie und die Musizierenden war das Konzert eine schöne Einstimmung auf das näherrückende Fest. Dabei wurden auch die Zuschauer einbezogen; bekannte Stücke sangen die Gäste mit.
Für einen Höhepunkt des stimmungsvollen Konzertes in St. Johannis sorgte der 14-jährige Moha Marco aus Dielingen. Auf der Gitarre begleitet von Rudolf Jung (MGV Haldem) trug der junge Musiker als Solist ein Lied vor. Mit viel Applaus belohnte ihn das begeisterte Publikum.
Für drei „Kantoreiler“ war das adventliche Konzert ein besonderer Auftritt, wurden sie doch im Anschluss geehrt. Seit 25 Jahren gehört Hildegard Hodde aus Varl der Gruppe an, Erna Bollhorst aus Varl ist seit 30 Jahren dabei. Auf vier Jahrzehnte in der Kantorei blickt Klaus Möller aus Rahden zurück. Vielleicht hat das Konzert bei dem einen oder anderen Interesse geweckt, sich der Kantorei anzuschließen. Neue Stimmen in allen Lagen sind immer gern gesehen. Die Probenabende finden immer montags ab 20 Uhr im Gemeindehaus Rahden statt.

Weihnachtslieder begeistern Zuhörer
»Adventssingen« in der St.-Johannis-Kirche lockt zahlreiche Besucher - Moha Marco fasziniert mit toller Stimme

Rahden (pei). Was könnte besser auf das nahende Weihnachtsfest einstimmen als besinnliche Musik? Am Sonntag haben die schönsten Weihnachtslieder in der Rahdener St. Johannis-Kirche alle Anwesenden verzaubert.
Die Mädchen des Musikschulverbandes überzeugen mit einem stimmungsvollen Geigenspiel. Fotos: Charlotte PeitzmeierDas Konzert ist mit dem Lied »Mache dich auf und werde Licht«, eingeleitet worden - vorgetragen von der Rahdener Kantorei.
»Ich freue mich, dass alle so zahlreich erschienen sind, als Hörende, Feiernde und Genießende, aber ebenso als Singende und Musizierende«, richtete Pfarrerin Gisela Kortenbruck ihre Begrüßungsworte an die vollbesetzte Kirche. Denn beim Adventssingen konnte man nicht nur schönen Klängen lauschen, der Dirigent forderte auch so manches Mal das Publikum dazu auf, mit einzustimmen. An einer Stelle galt es aber wirklich nur zuzuhören: Als besonderes Highlight trat der junge Moha Marco aus Dielingen auf. Mit seiner glockenklaren Stimme zog der 14-Jährige alle in seinen Bann. Nur von einer Gitarre begleitet sang er »Ich steh an deiner Krippe hier« und »Hört der Engel helle Lieder«.
Auch die anderen Programmpunkte überzeugten in hohem Maße. Eingeleitet wurde das Konzert durch das Lied »Mache dich auf und werde Licht«, vorgetragen von der Rahdener Kantorei. Im weiteren Verlauf gelang eine gute Mischung aus wohlbekannten Liedern, wie »Es ist ein Ros entsprungen« oder »Stille Nacht« und unbekannteren Stücken, beispielsweise dem aus Irland stammenden »Angelus ad virginem«.
Alle Lieder wurden mit viel Gefühl und Freude an der Musik vorgetragen und zum Teil neu interpretiert. Es war eine ganz besondere, stimmungsvolle Atmosphäre die so in der St.-Johannis-Kirche aufkam. Gesanglich trugen dazu die Chorgemeinschaft »Liedertafel« Rahden und der Männergesangverein Haldem unter der Leitung von Bernhard Brümmer- Dahmen bei. Die passende instrumentale Begleitung zu den tollen Stimmen erfolgte durch das Kammerorchester des Musikschulverbandes Espelkamp, Rahden und Stemwede unter der Leitung von Dorina Feraru, sowie durch die Rahdener Kantorei, welche von David Kennedy geleitet wurde. Mit der Musikschule waren auch einige jüngere Musiker vertreten die an den Geigen überzeugten.
Für Pfarrerin Gisela Kortenbruck fand sich gegen Ende des »Adventssingens« die Gelegenheit, sich bei allen Mitwirkenden zu bedanken. Auch betonte sie noch einmal, was durch die Veranstaltung bereits gelungen war: »Die Adventszeit möge uns einstimmen auf das Fest der Feste.«
An dem traditionellen Konzert haben in diesem Jahr mitgewirkt: Das Kammerorchester des Musikschulverbandes Espelkamp, Rahden und Stemwede mit: Jannik Dick, Yara Engeln, Tim Franke, Tilly Kennedy, Laura Meier, Josephine von Rundstedt und Herbert Stockhofe unter der Leitung von Dorina Feraru. Die Kantorei mit: Gudrun Straßburg (Blockflöte), Tanja Grebrandt (Trommel) und Hans Wolfgang Grage (Bass) unter der Leitung von David Kennedy. Sowie die Chorgemeinschaft »Liedertafel« Rahden und der Männergesangverein Haldem unter der Leitung von Bernhard Brümmer- Dahmen.

WB Artikel vom 13.12.2011