Evangelischer Kirchenkreis Lübbecke

Machet die Tore weit - Musik stimmt auf das Fest ein

„Machet die Tore weit“
Benefizkonzert des Lions Clubs Lübbecke-Espelkamp in der Stadthalle

Lübbecke (mk). Helle Kinderstimmen, besinnliche Streicher, ausdrucksstarke Bläser und eine festliche Dekoration steigerten die Vorfreude auf das Weihnachtsfest. Der Lions Club Lübbecke-Espelkamp hatte zum traditionellen Weihnachtskonzert in die Stadthalle eingeladen, mit dessen Erlösen einmal mehr gute Ideen unterstützt werden sollen.

Präsident Dr. Thomas Fix freute sich über die voll besetzte Stadthalle und erklärte den Besuchern in seiner Begrüßungsansprache, wohin die Erlöse des diesjährigen Konzertes gehen. „Das Konzert dient einem guten Zweck, in diesem Falle der Demenzstation des Lübbecker Krankenhauses. Bei dem Projekt ‚Doppelt hilft besser’ geht es um den Aufbau einer Station mit Projektcharakter.“ Es sollen das medizinische Personal sowie die Angehörigen von Demenzkranken geschult werden, so dass den Menschen besser geholfen werden könne, als das bisher der Fall gewesen sei, sagte Fix. Außerdem werde weiterhin das Projekt „Kindergarten Plus“ unterstützt. „120 Kinder und Jugendliche auf und vor der Bühne möchten sie mit Gesang und Spiel erfreuen. Sie sind gekommen, um sie auf Weihnachten einzustimmen“, leitete Hans-Hermann Grube zum musikalischen Teil des Abends über. „Wir hoffen, dass bei Ihnen der Funke überspringt.“

Und das tat er. Los ging es mit einer Weihnachtssinfonie von Francesco Onofrio Manfredini, gespielt vom Jungen Kammerorchester Lübbecke.

Unter der Leitung von Rosa Meyring spielten sich die jungen Musiker zwischen neun und 17 Jahren in die Herzen der Zuhörer und bestachen mit anspruchsvollen Kompositionen. Zum ersten Mal dabei waren die Kinderchöre der Lübbecker Grundschulen unter der Leitung von Liga Kravale-Michelson, Heinz-Hermann Grube und Heiko Werdin. Besonders beeindruckt war das Publikum von den beiden Solistinnen Esther Schnepel und Johanna Grube. Schnepel, seit Beginn dieses Jahrs Violinistin im Landesjugendorchester NRW, zeigte ihr musikalisches Talent mit einem Solo in Johann Peter Salomons Romanze in D-Dur. Mit der Arie „Komm, Jesu, komm“ aus Georg Phillip Telemanns adventlicher Kantate „Machet die Tore weit“ überzeugte Johanna Grube mit einer klaren und ausdrucksstarken Stimme.

Einen ganz besonderen Auftritt hatten vier junge Bläser der Bläserkinder der Grundschule Blasheim. Erst seit Kurzem mit ihren Instrumenten vertraut, meisterten sie ihren ersten Auftritt mit drei kleinen Weihnachtsliedern mit Bravour. Beschwingt und heiter kam das bevorstehende Fest mit ihren großen Kolleginnen und Kollegen vom Jungbläserkreis Lübbecke-Blasheim, dirigiert von Karl Kühn, daher.

Mit dem gemeinsamen Singen des Weihnachtsliedes „O du fröhliche“ ging dieser besinnliche Abend zu Ende.

© 2009 Neue Westfälische

Zeitung für den Altkreis Lübbecke, Freitag 11. Dezember 2009




Musik stimmt auf das Fest ein
Großes Wohltätigkeitskonzert des Lions-Clubs Lübbecke-Espelkamp


Von Cornelia Müller




Lübbecke (WB). Kann man sich besser auf Weihnachten einstimmen als mit Musik? Und kann man dem Sinn des Christfestes näher kommen als durch gelebte Nächstenliebe? Das Wohltätigkeitskonzert des Lions-Clubs Lübbecke-Espelkamp verbindet beides: musikalische Einstimmung und praktische Nächstenliebe.

Der Reinerlös des Konzertes, das am Mittwoch in der Stadthalle stattgefunden hat, soll zum großen Teil dem Aufbau einer Demenzstation im Lübbecker Krankenhaus zugute kommen. »Ärzte, Pflegepersonal, aber auch Angehörige sollen hier speziell geschult werden, um mit dieser Krankheit besser umgehen zu können«, sagt Lions-Präsident Dr. Thomas Fix. Die andere Hälfte des Erlöses fließt in das Programm »Kindergarten Plus« zur Förderung der heimischen Kindertagesstätten. Fix: »Der Lions-Club möchte so seinen Beitrag leisten, damit unsere Umgebung für Jung und Alt lebenswert bleibt.«
Traditionsgemäß waren es die Jungen, die das Lions-Konzert gestalteten: 120 Kinder und Jugendliche sangen und spielten »Weihnachtliche Weisen«. Da wurde es ganz schön eng auf und vor der Bühne - erst recht, als der große gemeinsame Kinderchor der Grundschulen aus Lübbecke, Blasheim, Gehlenbeck und Nettelstedt seinen Platz einnahm.
Weihnachtsfreude könne ganz unterschiedliche Facetten haben, sinnierte Moderator Heinz-Hermann Grube: mal ruhig und gesammelt, mal ausgelassen und sogar übermütig. All das fand sich auch im Programm wieder. Die ausgelassene Seite verkörperte niemand so gut wie der Kinderchor, der farbenfrohe T-Shirts mit dem Aufdruck »Singen macht das Leben bunt« trug. Mit ihrem Gesang setzten die Schüler fröhliche Farbtupfer im weihnachtlichen Konzert und eroberten mit Liedern wie »Knospen springen auf« die Herzen der Zuhörer im Sturm. Dabei übernahmen Kim-Christin Schmidtmann, Annalena Vogt, Lea Koop und Imke Menschel die Rollen der Hirten auf dem Felde, Miriam Obermeier lieh dem Engel der Verkündigung ihre Stimme. Die Leitung des Chors teilten sich Heinz-Hermann Grube, Heiko Werdin und Liga Kravale-Michelsohn. Marlies und Rainer Schoenefeldt begleiteten den Gesang mit Kontrabass, Klarinette und Banjo.
Jazzig ging es zu, wenn der Jungbläserkreis Lübbecke-Blasheim seine Instrumente erklingen ließ. Unter der Leitung von Karl Kühn war er mit modernen Arrangements klassischer Weihnachtslieder zu hören. Einen Extra-Applaus gab es für die vier Bläserkinder der Grundschule Blasheim, die an diesem Abend ihren ersten großen Auftritt hatten: Pascal Schauseil, Lars Scheibe, Linus Linden und Christoph Köster.
Dagegen können die Mitglieder des Jungen Kammerorchesters (Leitung: Rosa Meyring) fast schon als alte Hasen bezeichnet werden. Wieder einmal begeisterte der erlesene Klang des jungen Ensembles, das unter anderem die »Pifa« aus Händels »Messias« vortrug. Ein Mitglied des Orchesters glänzte außerdem als Solistin: Esther Schnepel, die für ihr herausragendes Violinspiel bereits vielfach ausgezeichnet wurde, war mit Johann Peter Salomons Romanze D-Dur zu hören.
Viel Applaus gab es auch für die zweite Solistin des Abends: Aus der Kantate »Machet die Tore weit« von Georg Philipp Telemann sang Johanna Grube die Arie »Jesu, komm«.
WB Artikel vom 11.12.2009